Das im Sommer 2025 gestartete Forschungsprojekt „Wettbewerb zukunftsfähiger Qualitäten. Das Konzeptverfahren als Instrument für eine sozial-ökologische Wohnraumversorgung?“ hat Ende Mai in Hamburg erste Zwischenergebnisse vorgestellt. Deutlich wird, dass immer mehr Kommunen Konzeptverfahren nutzen, um ihre Liegenschaften an jene Akteure zu vergeben, die darauf gute Konzepte realisieren.
Auf Basis einer bundesweiten Recherche wurden über 300 Kommunen in Deutschland identifiziert, die Konzeptverfahren anwenden. 12 dieser Kommunen wurden zur vertiefenden Analyse als Fallstudien ausgewählt - darunter erfahrene Kommunen aber auch kleinere Kommunen, die erstmalig dieses Instrument anwenden. Die Zwischenergebnisse zeigen eine Vielfalt der Anwendungsweisen, die teils deutliche Unterschiede aufweisen je nachdem ob Konzeptverfahren für die gezielte Entwicklung neuer Stadtentwicklungsgebiete oder das Finden geeigneter Nutzungen für schwierige Grundstücke genutzt werden.
Zentrale Herausforderung für alle Kommunen sind die erschwerten Rahmenbedingungen, weshalb alle Kommunen Wege suchen, die städtischen Anforderungen mit der Leistbarkeit der bauenden Akteure in Balance zu bringen. Als klare Muster erkennbar sind dabei die Vergabe nach Festpreis und das Eingehen auf die Belange der Bewerber:innen durch verschiedene Formate wie Markterkundung, Beratung und Dialog. Herausforderungen und Austauschbedarf wird an einzelnen Stellschrauben gesehen wie der Formulierung und Gewichtung von Anforderungen, den Möglichkeiten der Grundstückswertermittlung und der Frage, wie die Umsetzung der Ergebnisse vertraglich gesichert werden kann.
Die intensive Diskussion mit den Vertreter:innen der Kommunen unterstreicht, dass das Konzeptverfahren ein geeignetes Instrument ist, das es weiterzuentwickeln gilt.

